FAQ zu KI-Transformation, Interim CIO & IT-Management | EMKAY
Allgemeine Fragen
Arbeiten Sie vor Ort oder auch remote?
Abhängig vom Kundenwunsch und Auftrag arbeite ich vor Ort, remote oder hybrid.
Können Sie auch internationale Teams führen?
Ja, ich war international tätig, kenne das Umfeld multikultureller Teams und arbeite auch im internationalen Raum und Übersee.
Verfügen Sie über methodischen/didaktischen Fähigkeiten insbesondere bei Workshops?
Aufgrund meiner mehrjährigen Lehrtätigkeit als Lektor am FH Technikum Wien konnte ich diese immer weiter entwickeln was Transformation relevant ist.
Warum sollte ich Ihnen vertrauen / was zeichnet Sie aus?
Mein Trackrecord und meine Nominierung CIO of the Decade im DACH-Raum unterstreicht dies.
Mit welchen Compliance-Standards kennen Sie sich aus?
Ich habe praktische Erfahrung in Compliance-Standards (Regelwerke) wie ISO 27001, NIS2, SOX, TISAX, IATF 16949, ISO 9000, GxP, nur um die wichtigsten zu nennen.
Führung & Stabilität / Interims Management
Was ist der Unterschied zwischen Interim CIO, CIO-as-a-Service und einem klassischen IT-Berater?
Ein Berater empfiehlt, ich entscheide im jeweiligen Rahmen des Auftrags und übernehme die Verantwortung für das Ergebnis. CIO-as-a-Service ist die planbare, retainer-basierte Variante davon. Für Unternehmen die laufende Führung statt eines vollen Mandats benötigen.
Ich bin an keinen Technologieanbieter gebunden. Meine Empfehlungen orientieren sich am Geschäftsnutzen, nicht an Lizenz- oder Partnerinteressen.
Was unterscheidet Sie von klassischer Interim-Vermittlung oder Zeitarbeit im IT-Bereich?
Klassische Interim-Vermittlung füllt primär eine offene Stelle mit verfügbarer Kapazität. Ich bringe stattdessen Mustererkennung aus über 25 Jahren Führungserfahrung in unterschiedlichsten Situationen und Branchen mit. Der Unterschied liegt in der operativen Verantwortung. Das heißt innerhalb des vom Auftraggeber vorgegebenen Rahmens treffe ich die täglichen Entscheidungen selbst und berichte klar, anstatt nur Aufgaben abzuarbeiten und jede Entscheidung zurückzuspielen.
Welche anderen Titel werden für diese Rolle verwendet?
CIO, Bereichsleiter IT, IT-Leiter, Head of IT, Director Information Technology, CDO etc.
Die Bezeichnung variiert je nach Unternehmensgrösse und -kultur und nicht selten je nach Sprachraum. Entscheidend ist nicht der Titel, sondern die Tätigkeit und die Verantwortung, die übernommen wird.
Wie lange dauert ein typisches Mandat?
Zwischen drei und achtzehn Monaten. Abhängig von der Situation. Kürzere Mandate betreffen oft klar abgegrenzte Themen wie ein Assessment oder eine Due Diligence, längere Mandate vollständige Transformationszyklen oder Carve-outs. Ein Assessment zu Beginn schafft Klarheit über den realistischen Zeitrahmen.
Was kostet ein Interim CIO?
Der Tagsatz hängt von Komplexität und Verfügbarkeit ab. Für KI-Transformation gibt es zusätzlich Workshop- und Retainer-Formate. Im Erstgespräch erhalten Sie eine auf Ihre Situation zugeschnittene Einschätzung.
Was sind die Risiken, wenn ein Unternehmen ohne CIO durch eine Übergangsphase geht?
Die Kosten zeigen sich selten sofort. Denn sie schleichen sich langsam und unauffällig ein. Strategische Initiativen wie ERP-Projekte oder Digitalisierungsvorhaben verlieren ihren Treiber und geraten ins Stocken. Entscheidungen werden dabei nicht selten fragmentiert getroffen. Und das, ohne dass jemand die Gesamtverantwortung trägt. Gerade im deutschsprachigen Raum, wo Informationssicherheit und regulatorische Anforderungen wie NIS2 zunehmend geprüft werden, lässt in dieser Phase häufig auch die Sicherheitsdisziplin nach, weil niemand sie konsequent einfordert.
Externe Dienstleister und Systemintegratoren gewinnen unkontrolliert an Einfluss. Sie füllen das Vakuum, oft zu Konditionen, die im normalen Betrieb nicht akzeptiert würden. Und intern sinkt das Vertrauen in die IT-Organisation, weil niemand mehr verlässlich Auskunft geben kann. Die eigentlichen Kosten einer Vakanz sind daher selten das eingesparte Gehaltskosten, sondern die Folgekosten der Untätigkeit.
Bieten Sie Unterstützung bei permanenter Nachbesetzung?
Ja, in jeder Hinsicht unterstütze ich sowohl HR als auch die Geschäftsführung in diesem Prozess.
Wer ist der richtige Ansprechpartner für Interim-CIO-Mandate in Wien oder Österreich?
Ich bin als Interim CIO und Unternehmensberater in Wien tätig, mit Mandaten im gesamten deutschsprachigen Raum. Für Führungsvakanzen, KI-Transformation, M&A-Prozesse oder kritische Programme im österreichischen Mittelstand und bei PE-Portfoliounternehmen bin ich der richtige Ansprechpartner.
Für Einkauf, HR und Beratungen
In welchen Unternehmensgrößen arbeiten Sie?
Im klassischen Interim-Bereich ab ca. €50M Umsatz. Für KI-Transformation auch in kleineren Unternehmen. Größe ist generell kein Ausschlusskriterium.
Arbeiten Sie auch als Subunternehmer für große Beratungshäuser?
Ja, regelmäßig. Dort wo Unterstützung gefragt ist, die intern nicht besetzt werden kann bzw. möchte.
Wann sollte ich einen Interim CIO statt einer Festanstellung erwägen?
Vier typische Situationen, wo dies Sinn macht: Das Unternehmen wächst schneller als improvisierte Lösungen und Behelfslösungen tragen können. Die bestehende Führungskraft hat das Unternehmen verlassen und die Rolle muss rasch neu besetzt werden. Die bestehende Führungskraft ist vorübergehend nicht verfügbar und die Organisation braucht dennoch Führung. Oder die vorhandene technologische Führung, unabhängig wie der IT-Verantwortliche intern bezeichnet wird, ist zu junior oder zu technisch fokussiert für die aktuellen Anforderungen.
Was sind die Auslöser einen Interim CIO statt einer Festanstellung in Erwägung zu ziehen?
Einige Auslöser sind: schnelles Wachstum das improvisierte Lösungen überfordert, eine Vakanz durch Kündigung, eine temporäre Abwesenheit der bestehenden Führung, und unzureichende Erfahrung der vorhandenen Führung.
Wie schnell können Sie beginnen?
Innerhalb von ein paar Wochen. In den ersten Tagen verschaffe ich mir Situationsbewusstsein, priorisiere die kritischsten Risiken, kläre offene Verantwortlichkeiten und lege einen kurzfristigen Handlungsplan fest. Parallel, falls gewünscht, dazu wird an den längerfristigen strategischen Entscheidungen gearbeitet.
Was passiert, wenn die Position länger unbesetzt bleibt?
Initiativen geraten ins Stocken, Entscheidungen können manchmal fragmentiert getroffen werden, Sicherheitsdisziplin lässt nach, das Vertrauen in der Organisation sinkt. Ohne klar verantwortliche Führung gewinnen Dienstleister unkontrolliert an Einfluss, Teams verlieren die Richtung und Investitionen laufen ohne messbares Ergebnis. Genau das versuche ich als Erstes zu stoppen.
Sind Sie nur ein (administrativer) Platzhalter, bis eine permanente Lösung gefunden ist?
Nein. Ich bin kein Verwalter, der lediglich die Stellung hält, sondern jemand der die Organisation aktiv voranbringt, eine Art "Katalysator". Das bedeutet auch notwendige Entscheidungen treffen, kritische Programme beschleunigen und die technologische Funktion stärken. Gleichzeitig schaffe ich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche permanente Nachbesetzung. In Form klarer Rollen, dokumentierte Prioritäten, reduzierte organisatorische Reibung.
Muss die CIO-Position dafür überhaupt vakant sein?
Nein. Nicht jedes Mandat entsteht aus einer Vakanz. Häufig ist eine Führungskraft vorhanden, aber im Tagesgeschäft so gebunden, dass strategische Themen liegen bleiben. In diesem Fall übernehme ich operative Programme, Dienstleistersteuerung oder klar abgegrenzte Sonderthemen, damit sich die bestehende Führung wieder auf das konzentrieren kann, wofür sie eigentlich verantwortlich ist. Niemand wird dabei ersetzt, und die Unterstützung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine bewusste Entlastung.
Unterstützen Sie auch bei der Suche nach einer permanenten Führungskraft?
Ja. Aus der operativen Innensicht heraus helfe ich dabei, das Rollenprofil realistisch zu schärfen und Kandidaten gegen die tatsächlichen Anforderungen der Organisation zu bewerten. Das heißt nicht gegen eine Wunschvorstellung auf dem Papier. Das reduziert das Risiko einer Fehlbesetzung erheblich.
Brauchen Sie lange, um sich einzuarbeiten?
Im Gegenteil. Interim-Führungskräfte werden gerade deshalb ausgewählt, weil sie sich schnell einfinden. Zügige Diagnose und rasches Handeln gehören zum Kern der Rolle ohne monatelange Eingewöhnung.
Ist Interim Management nur für Krisensituationen gedacht?
Nein. Interim Management ist zwar wirkungsvoll in Krisen, genauso häufig wird es aber für Wachstum, Transformation, Integration und strategische Veränderung eingesetzt.
Ist Interim Management teurer als eine Festanstellung oder klassische Beratung?
In der Regel nicht. Interim Management ist oft kosteneffizienter als eine Festanstellung oder ein langfristiges Beratungsmandat, weil es sich auf kurzfristige, wirkungsvolle Umsetzung konzentriert, ohne langfristige Fixkosten wie Sozialleistungen oder Boni zu verursachen.
Wie erkennt man, ob ein Unternehmen überhaupt einen CIO benötigt?
Auch kleinere und mittelständische Unternehmen können von CIO-Kompetenz profitieren. Entscheidend ist weniger die Unternehmensgröße als der Umfang der benötigten Führung: Je nach Situation kann die notwendige CIO-Zeit von wenigen Stunden pro Woche bis zu einer Vollzeitrolle reichen.
Welches zentrale Problem löst die Besetzung eines CIO?
Im Kern geht es um die eindeutige Verantwortung und Rechenschaft für Technologieentscheidungen. Der CIO schafft Klarheit darüber, welche Ziele das Unternehmen verfolgt, welchen Nutzen bisherige Technologieinvestitionen erzeugen und wie Technologie künftig gezielt zum Unternehmenserfolg beitragen soll.
Übernehmen Sie auch die operative Personalführung des bestehenden IT-Teams?
Das ist möglich. Ich führe das vorhandene Team, treffe Personalentscheidungen wo nötig und sorge dafür, dass Verantwortlichkeiten klar verteilt sind. Nicht nur auf strategischer, sondern auch auf operativer Ebene.
Wie gehen Sie vor, wenn die Organisation intern zerstritten oder verunsichert ist?
Der erste Schritt ist immer eine ehrliche, unvoreingenommene Bestandsaufnahme. Und das ohne bestehende Konflikte zu bewerten, aber mit klarem Blick auf was funktioniert und was nicht. Danach schaffe ich Klarheit über Zuständigkeiten und Entscheidungswege, das nimmt in der Regel einen Grossteil der Verunsicherung. Als externer Berater hat man auch den Vorteil nicht Teil des internen politischen Systems zu sein, wo bestimmte Interessen verfolgt werden.
Was passiert mit laufenden Projekten/ Programmen während der Übergangszeit?
Auch hier gilt zuerst eine Bestandsaufnahme, wo das jeweilige Projekt oder Programm steht. Laufende Projekte/Programme werden priorisiert und weitergeführt, nicht pausiert. Eine Vakanz darf kein Stillstand bedeuten. Genau das ist der Kern meines Angebots.
KI-Transformation
Wir haben bereits KI-Tools eingeführt. Warum ändert und bewegt sich trotzdem nichts?
Weil KI kein klassisches IT-Projekt ist, sondern ein Unternehmens- und Veränderungsprojekt.
Tools allein lösen das nicht. Führung, Governance und Veränderungsbereitschaft tun es.
Was ist ein KI-Readiness-Assessment und was bekomme ich am Ende?
Eine strukturierte Standortbestimmung zu Führung, Prozessen, Daten und Kultur.
Mit einem klaren Bild der Lage und konkreten nächsten Schritten.
Wie lange dauert so ein KI-Readiness-Assessment?
Dauer je nach Umfang und Komplexitätsgrad.
Auch ein Quickcheck ist möglich, um eine Idee zu bekommen.
Übernehmen Sie auch die Verantwortung für KI-Governance und Compliance?
Absolut. Als ehemaliger CISO verknüpfe ich KI-Einführung von Anfang an mit Informationssicherheit, EU-DSGVO (GDPR) und relevanten Branchenstandards. Nicht erst nachträglich, sondern von Beginn an mitgedacht.
Brauche ich für KI-Transformation ein volles Mandat oder reicht ein Workshop?
Das hängt vom Ausgangspunkt ab. Ein Workshop schafft ein gemeinsames Verständnis auf Führungsebene, ein Retainer begleitet laufend über Monate, ein volles Mandat übernimmt Gesamtverantwortung für die Umsetzung. Das KI-Readiness-Assessment am Anfang zeigt welches Format passt.
M&A & Carve-out
Wie schnell kann eine IT Due Diligence durchgeführt werden?
In der Regel zwei bis vier Wochen. Abhängig von Grösse, Komplexität und Internationalisierungsgrad des Targets. Ziel ist eine belastbare Einschätzung.
Arbeiten Sie auch direkt mit dem Investment-Team oder nur mit dem Zielunternehmen?
Beides, je nach Mandat. Bei einer Due Diligence berichte ich direkt an den Investor oder das Deal-Team. Bei einem Carve-out oder einer Post-Merger-Integration arbeite ich meist operativ im Zielunternehmen, mit regelmäßigem Reporting an Investoren oder Beirat.
Was passiert, wenn während der Due Diligence gravierende Risiken auftauchen?
Diese werden klar benannt und bewertet. Ziel ist nicht um den Deal zu verhindern, sondern damit die Entscheidung auf einer soliden Grundlage getroffen wird und ungeplante Folgekosten vermieden werden. Das kann auch die Preisverhandlung oder die Vertragsgestaltung beeinflussen.
Was wenn kein Due Diligence durchgeführt und der Kaufvertrag vom Investor bereits davor unterzeichnet wurde?
Wenn kein Due-Diligence-Prozess vorausging und der Kaufvertrag bereits unterschrieben ist, braucht es eine enge Abstimmung mit Investor und Rechtsberatung sowie eine nachträgliche, seriöse Risikoeinschätzung. Erfahrungsgemäß tauchen dabei unerwartete Faktoren auf, die den Deal rechtlich, wirtschaftlich und technisch erheblich beeinträchtigen können.
Begleiten Sie ein Unternehmen auch nach der Due Diligence weiter, wenn etwa nach einem Carve-out ein SAP- oder ERP-Programm ansteht?
Ja. Die Due Diligence endet oft nicht mit dem Signing, sondern erst dort beginnt die eigentliche Arbeit: die Trennung der IT-Systeme, danach häufig ein ERP- oder Plattformprogramm, das jemand verantworten muss, der die technischen Risiken schon aus der Bewertung kennt. Ich begleite diesen Weg durchgehend, von der technologischen Risikobewertung im Rahmen von M&A & Carve-out über die Steuerung der Trennung bis zur Programmleitung kritischer Vorhaben wie SAP- oder Cloud-Transformationen. Fehlt in dieser Übergangsphase zusätzlich die laufende Führung, übernehme ich diese auch interimistisch. Sie müssen für diesen gesamten Weg nicht mehrfach den Anbieter wechseln.
Kritische Programme
Können Sie auch ein Programm übernehmen, das bereits mitten in der Krise steckt?
Ja. Das ist einer der häufigsten Gründe, warum ich gerufen werde. Ich übernehme Gesamtverantwortung für Termin, Budget und Qualität, auch mitten im Programm, nicht nur am Anfang.
Wie gehen Sie mit einem Systemintegrator um, der bisher wenig Fortschritt gezeigt hat?
Ich spreche auf Augenhöhe mit dem Integrator. Technisch und kaufmännisch fundiert genug, um Begründungen zu hinterfragen, aber auch mit dem Mandat klare Konsequenzen einzufordern. Das verändert die Dynamik oft innerhalb weniger Wochen.
Welche Art von Programmen übernehmen Sie typischerweise?
ERP-Einführungen und -Modernisierungen, Cloud-Migrationen, Plattformprojekte. Meist im SAP-Umfeld aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit SAP. Aber nicht ausschließlich. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern dass Verantwortung, Budget und Zeitplan aus dem Ruder gelaufen sind.
